Einrichtung der stationären Jugendhilfe

Aufnahmen sind im Alter von 12 bis 18 Jahren möglich. Die Betreuung kann entsprechend dem individuellen Hilfebedarf und der Hilfeplanung bis zum 27. Lebensjahr fortgeführt werden. Grundlage der Hilfen ist § 27 SGB VIII in Verbindung mit § 34, § 35a und § 41 SGB VIII. Die Aufnahme erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem zuständigen Jugendamt. Dabei begleiten wir junge Menschen aus dem gesamten Bundesgebiet.

Unser Gesamtkonzept verbindet die drei zentralen Bereiche Pädagogik, Therapie und Schule. Sie werden nicht isoliert voneinander betrachtet, sondern entsprechend der individuellen Entwicklung und des jeweiligen Hilfebedarfs aufeinander abgestimmt.

Einrichtung der stationären Jugendhilfe nach SGB VIII

Unsere stationären Angebote richten sich an junge Menschen, für die im Rahmen der Hilfeplanung eine stationäre Hilfe erforderlich und unser pädagogisch-therapeutisches Konzept geeignet ist.

Die Hilfen erfolgen auf Grundlage des § 27 SGB VIII in Verbindung mit § 34, § 35a und § 41 SGB VIII. Die konkrete Ausgestaltung der Hilfe orientiert sich am individuellen Hilfebedarf und wird im Rahmen der Hilfeplanung gemeinsam mit dem zuständigen Jugendamt und den weiteren Beteiligten abgestimmt.

Als Einrichtung der stationären Jugendhilfe verbinden wir verlässliche Alltagsstrukturen und pädagogische Begleitung mit therapeutischer Unterstützung und der Entwicklung einer individuellen schulischen Perspektive.

Unsere stationären Wohngruppen

Die Weiße Villa Harz verfügt über insgesamt 62 stationäre Plätze an verschiedenen Standorten in Wernigerode.

Davon befinden sich 58 Plätze in sozialtherapeutischen Wohngruppen mit einem Betreuungsschlüssel von 1:1,58Weitere 4 Plätze stehen in der Außenwohngruppe mit einem Betreuungsschlüssel von 1:3 zur Verfügung.

Unsere stationären Angebote verteilen sich auf folgende Wohngruppen:

Informationen zu aktuellen Aufnahmemöglichkeiten erhalten Jugendämter und fallzuständige Fachkräfte im Rahmen einer Platzanfrage.

Pädagogische und therapeutische Betreuung

Die jungen Menschen werden im Alltag durch pädagogische und therapeutische Fachkräfte begleitet. Verlässliche Strukturen, tragfähige Beziehungen und eine an der individuellen Entwicklung orientierte Unterstützung bilden wesentliche Grundlagen unserer Arbeit.

Pädagogische und therapeutische Fachkräfte arbeiten gemeinsam mit den jungen Menschen an persönlichen und sozialen Entwicklungszielen. Dabei können unterschiedliche therapeutische Ansätze und Methoden entsprechend des individuellen Hilfebedarfs einbezogen werden.

Auf diese Weise sollen die familienähnlich gestalteten Betreuungsstrukturen Beziehungskontinuität ermöglichen und einen verlässlichen Lebens- und Entwicklungsraum schaffen.

Multiprofessionelles Fachkräfteteam

Die Betreuung und Begleitung erfolgt durch ein multiprofessionelles Fachkräfteteam mit unterschiedlichen pädagogischen, therapeutischen, psychologischen, schulischen und pflegerischen Qualifikationen.

Dadurch können Entwicklungen in unterschiedlichen Lebensbereichen aus verschiedenen fachlichen Perspektiven betrachtet und Unterstützungsangebote aufeinander abgestimmt werden.

Im Mittelpunkt stehen dabei nicht einzelne Methoden, sondern der individuelle Hilfebedarf und die Entwicklung des jeweiligen jungen Menschen.

Individuelle Entwicklung im Phasenmodell

Die einzelnen Phasen bilden unterschiedliche Entwicklungsabschnitte innerhalb der Betreuung ab. Dadurch können Ziele, Verantwortlichkeiten und Unterstützungsangebote entsprechend des individuellen Entwicklungsstandes angepasst werden.

Mit zunehmender Entwicklung rückt schließlich die Vorbereitung auf ein selbstständigeres Leben stärker in den Mittelpunkt. In der abschließenden Ablösungsphase wird insbesondere der Übergang aus der stationären Betreuung vorbereitet.

Pädagogik, Therapie und Schule

Ein wesentliches Merkmal unseres Gesamtkonzeptes ist die enge Verbindung von Pädagogik, Therapie und Schule.

Persönliche Entwicklung, psychische Stabilisierung und schulische Perspektiven beeinflussen sich gegenseitig. Deshalb arbeiten die unterschiedlichen Fachbereiche eng zusammen und stimmen ihre Unterstützungsangebote auf den individuellen Hilfe- und Entwicklungsprozess ab.

Wenn der kontinuierliche Besuch einer Regelschule vorübergehend nicht möglich ist, kann mit unserer Reintegrativen Einrichtungsbeschulung „9xKlug“ ein geschützter schulischer Rahmen zur Verfügung stehen. Ziel ist die schulische Stabilisierung und – entsprechend der individuellen Entwicklung – die schrittweise Entwicklung einer tragfähigen schulischen Perspektive.

Aufnahme und Zusammenarbeit mit Jugendämtern

Als Einrichtung der stationären Jugendhilfe sind Aufnahmen in die Weiße Villa Harz grundsätzlich im Alter von 12 bis 18 Jahren möglich. Die weitere Betreuung kann im Rahmen der individuellen Hilfeplanung bis zum 27. Lebensjahr erfolgen.

Wir arbeiten mit Jugendämtern aus dem gesamten Bundesgebiet zusammen. Im Rahmen einer Platzanfrage kann dabei gemeinsam geprüft werden, ob unser stationäres, pädagogisches, therapeutisches und schulisches Angebot dem individuellen Hilfebedarf des jungen Menschen entspricht.

Für Fragen zu unseren Angeboten oder zu einer möglichen Aufnahme können sich Jugendämter, fallzuständige Fachkräfte und weitere Beteiligte gerne an uns wenden.

Die Weiße Villa Harz im Film

Unser Imagefilm gibt einen Einblick in das Sozial- und Lerntherapeutische Internat Weiße-Villa-Harz und unsere Arbeit mit jungen Menschen.

Impressionen:

Entstehungsgeschichte der Weißen-Villa-Harz in einem Bild
„Die Entstehungsgeschichte der Weißen-Villa-Harz in einem Bild“ (Weihnachtsgeschenk der Mitarbeiter 2018)