
Name: Christoph Spamer
Christoph Spamer ist Geschäftsführer und Einrichtungsleiter des Sozial- und Lerntherapeutischen Internats Weiße-Villa-Harz. Als Diplom-Pädagoge der Fachrichtung Sonder- und Heilpädagogik verfügt er über langjährige Erfahrung in der stationären Jugendhilfe sowie in der pädagogisch-therapeutischen Arbeit mit jungen Menschen.
Neben der Gesamtverantwortung für die Einrichtung ist ihm bis heute der unmittelbare Kontakt zu den jungen Menschen, Mitarbeitenden, Eltern, Jugendämtern und weiteren beteiligten Fachkräften wichtig.
Funktion und Aufgaben
Als Geschäftsführer und Einrichtungsleiter trägt Christoph Spamer die fachliche und kaufmännische Gesamtverantwortung für die Weiße Villa Harz. Zu seinen Aufgaben gehören insbesondere die konzeptionelle Weiterentwicklung der Einrichtung, Leitungs- und Personalaufgaben sowie die Zusammenarbeit mit Eltern, Jugendämtern und weiteren Kooperationspartnern.
Dabei versteht er Leitung nicht ausschließlich als organisatorische Aufgabe. Die Begegnung mit den jungen Menschen und der Austausch mit den Mitarbeitenden sind weiterhin wichtige Bestandteile seiner Arbeit.
Ausbildung und Qualifikationen
Christoph Spamer ist Diplom-Pädagoge der Fachrichtung Sonder- und Heilpädagogik. Im Verlauf seiner beruflichen Tätigkeit hat er sich kontinuierlich im pädagogischen, therapeutischen und organisatorischen Bereich weiterqualifiziert.
Zu seinen Weiterbildungen und Qualifikationen gehören unter anderem:
- Supervisor
- Leitungsfachkraft
- Organisationsberater
- NLP-Practitioner
- Enneagrammlehrer
Diese unterschiedlichen fachlichen Erfahrungen fließen sowohl in seine Leitungsarbeit als auch in die Weiterentwicklung des pädagogisch-therapeutischen Konzeptes der Einrichtung ein.
Berufliche Anfänge in der Jugendhilfe
Bereits vor der Gründung der Weißen Villa Harz war Christoph Spamer über mehrere Jahre in leitender Funktion in der Kinder- und Jugendhilfe tätig. Zu seinen beruflichen Stationen gehörten Tätigkeiten als Erziehungsleiter und stellvertretender Direktor größerer Jugendhilfeeinrichtungen.
1991 lernte er Gabriele Spamer bei der gemeinsamen Arbeit in einer Einrichtung für Kinder und Jugendliche kennen. Christoph Spamer war dort in leitender Funktion tätig, Gabriele Spamer als Pädagogin und Therapeutin.
Von 1994 bis 1996 arbeitete Christoph Spamer als stellvertretender Direktor einer katholischen Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe.
Darüber hinaus sammelte er über viele Jahre Erfahrungen in unterschiedlichen psychosozialen und therapeutischen Arbeitsfeldern, unter anderem im fachlichen Kontext von Rehabilitationskliniken, forensischer Psychiatrie, Fachkrankenhäusern, Beratungsstellen und Jugendämtern.
Der Weg zur eigenen Einrichtung
Aus ihren beruflichen Erfahrungen in der Kinder- und Jugendhilfe entstand bei Christoph und Gabriele Spamer der Wunsch, eine eigene Einrichtung in privater Trägerschaft aufzubauen.
Im Mittelpunkt stand zunächst ein vergleichsweise kleines und familienähnliches Betreuungsangebot für junge Menschen mit einem hohen pädagogischen und therapeutischen Unterstützungsbedarf.
Christoph Spamer ist seit 1996 Leiter und Träger des Sozial- und Lerntherapeutischen Internats. Die unmittelbare Verbindung von Leben, pädagogischer Begleitung und persönlicher Beziehung prägte die Entwicklung der Einrichtung von Beginn an.
Weiterentwicklung des Konzeptes
Ein weiterer wichtiger Entwicklungsschritt erfolgte Anfang der 2000er-Jahre. Erfahrungen aus der therapeutischen Arbeit von Gabriele Spamer mit jungen Menschen, Eltern und pädagogischen Fachkräften zeigten, dass bei komplexen Problemlagen eine einzelne therapeutische Sitzung nicht immer ausreicht.
Pädagogische und therapeutische Unterstützung sollten deshalb stärker miteinander verbunden und in den Alltag der jungen Menschen integriert werden.
Aus diesen Erfahrungen wurde das Konzept weiterentwickelt. Im Jahr 2003 entstand daraus die Weiße Villa Harz in ihrer weiterentwickelten pädagogisch-therapeutischen Ausrichtung.
Ein wesentliches Merkmal war die intensive Verbindung von pädagogischer Betreuung, therapeutischer Begleitung und schulischer Unterstützung. Gleichzeitig gewannen die Zusammenarbeit mit Eltern, Schulen und weiteren am Hilfeprozess beteiligten Fachkräften zunehmend an Bedeutung.
Dieses Grundverständnis prägt die Entwicklung der Einrichtung bis heute.
Pädagogische Haltung und Persönlichkeitsbildung
In seiner Arbeit sind Christoph Spamer insbesondere Begegnung, Wahrhaftigkeit, Verbindlichkeit, Bildung und persönliche Verantwortung wichtig.
Bildung versteht er dabei nicht ausschließlich als schulische Bildung. Einen besonderen Stellenwert hat für ihn die Persönlichkeitsbildung und die Frage, wie junge Menschen ihre eigenen Fähigkeiten, Ressourcen und Handlungsmöglichkeiten erkennen und weiterentwickeln können.
Seine pädagogische Haltung ist von einem humanistischen Menschenbild und dem dialogischen Gedanken Martin Bubers geprägt. Junge Menschen sollen als individuelle Persönlichkeiten wahrgenommen und gleichzeitig darin unterstützt werden, Verantwortung für die eigene Entwicklung und das eigene Handeln zu übernehmen.
Enneagramm und Selbstreflexion
Einen besonderen Stellenwert in der Arbeit von Christoph Spamer hat das Enneagramm. Als ausgebildeter Enneagrammlehrer arbeitet er seit vielen Jahren intensiv mit diesem Persönlichkeitsmodell.
Dabei geht es insbesondere darum, Selbstreflexion und Eigenwahrnehmung zu schärfen. Junge Menschen können lernen, wiederkehrende Wahrnehmungs-, Denk- und Verhaltensmuster zu erkennen und besser zu verstehen, welche Funktion bisherige Verhaltensstrategien für sie hatten.
Auf dieser Grundlage können alternative Lösungs- und Handlungsmöglichkeiten entwickelt, im Alltag erprobt und anschließend gemeinsam reflektiert werden.
Diese Erfahrungen sind über die Jahre auch in die konzeptionelle Entwicklung der Weißen Villa Harz eingeflossen.
Entwicklungsmöglichkeiten eröffnen
Eine wichtige Motivation seiner Arbeit ist es, Entwicklungen über einen längeren Zeitraum begleiten und miterleben zu können.
Gerade junge Menschen, die bereits schwierige Lebensphasen, Beziehungsabbrüche, schulische Probleme oder andere belastende Erfahrungen erlebt haben, sollen die Möglichkeit erhalten, neue Perspektiven zu entwickeln.
Ziel ist es, sie auf ihrem Weg zu einem möglichst selbstständigen, eigenverantwortlichen und gesellschaftlich teilhabenden Leben zu unterstützen.
Dabei bilden Pädagogik, Therapie und Schule keine voneinander getrennten Bereiche, sondern ein aufeinander abgestimmtes Gesamtkonzept.
„Die bisherigen Erfolge bestätigen mich in meinem Tun„

