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Therapie

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Innerhalb des Sozial- und Lerntherapeutischen Internats Weiße-Villa- Harz arbeiten wir eklektisch, so kommen verschiedene bewährte Therapieansätze und Methoden zum tragen.

Damit werden wir den differenzierten Persönlichkeitsstrukturen der jungen Menschen gerecht und verbessern wesentlich die Chance auf eine mittelfristig positive Entwicklung.

 

 

 

Wir arbeiten mit folgenden Therapieansätzen und Methoden:

  • Das Enneagramm ist ein Persönlichkeitsmodell, das vor allem der Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeit, mit Stärken und Schwächen sowie der Zuordnung von typenbedingten Eigenschaften dient.

    Es unterscheidet neun verschiedene internale Verhaltensprogramme, die sich in spezifischen Handlungsmustern präsentieren. Dabei handelt es sich um Automatismen, die einst Schutz und Sicherheit im Kindesalter gewährleisteten, im Erwachsenenalter jedoch gewohnheitsmäßig auftauchen und oft als Hindernisse und Blockaden erlebt werden. Die neun Grundmuster unterscheiden sich elementar hinsichtlich ihrer Weltsicht und der Art und Weise zu fühlen und zu handeln. Sie bilden das Fundament, auf dem sich dann die individuelle Persönlichkeit aufbaut. Entwicklung und Freiheit werden durch Erkennen des jeweils individuellen Musters möglich. In dieser Ansicht geht das Enneagramm mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen der Psychologie konform, denn schon in der klinischen Psychologie heißt es: „Allen Einsichtstherapien liegt die Annahme zugrunde, dass ein Mensch darum in seinem Verhalten gestört ist, weil er sich der Motive seines Handelns nicht bewusst ist“ (Davison/Neale, 1996, S. 642).

    Das Enneagramm ist eines der ältesten bekannten Persönlichkeitsmodelle, das sich in seiner Wirksamkeit mehr als bewährt hat. Die Ursache hierfür liegt in seiner langen Geschichte, wobei die Menschheitserfahrung vergangener Jahrhunderte in alle Wissenschaften eingeflossen ist. Ab 1971 fand das Enneagramm Eingang in die persönlichkeitspsychologische Diskussion und wurde Gegenstand der psychologischen Forschung. So stellten im Jahr 2004 Lendt und Müller die Validierung dieses Persönlichkeitsmodells mit psychologischen Verfahren dar, um sich dem Enneagramm mit einer wissenschaftlichen Überprüfung zu nähern. Dennoch ist die Wissenschaftlichkeit des Enneagramms noch nicht weit fortgeschritten, da es kein Verfahren ist, das die Gütekriterien der DIN 33430 erfüllt, oder das mit anderen psychologischen Verfahren sowohl in seiner Fundierung als auch in seiner Tragweite vergleichbar wäre.

    Im Sozial- und Lerntherapeutischen Internat wird das Enneagramm in erster Linie als ein Instrument zur Verbesserung der Selbsterkenntnis und zur Transformation der Persönlichkeit verstanden und angewandt. Dabei hilft das enneagrammatische Vorgehen den Kindern und Jugendlichen aus dem individuellen Gewohnheitsmäßigen und der einförmigen Wiederkehr ihrer Abwehrmuster „aufzuwachen“. So werden sie schrittweise befähigt, ihre Muster selbst zu erkennen. Gleichzeitig werden sie im Gruppensetting Teilhaber/in der individuellen  Intentionen und inneren Logiken der anderen Muster. Weiterhin werden sie in dem Prozess der bewussten Beachtung, aber auch in dem der Veränderungsmöglichkeiten ihrer jewe