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Schule

Seit September 2013 wird im Sozial- und Lerntherapeutischen Internat für junge Menschen, die zeitweise nicht das Regelschulsystem besuchen können, eine Reintegrative Einrichtungsbeschulung angeboten.
Diese Idee ergab sich aus einem erhöhten Bedarf: für immer mehr junge Menschen, die in der Weißen-Villa-Harz aufgenommen werden und leben, ist es aufgrund ihrer aktuellen Situation (u. a. lange Klinikaufenthalte, große Wissenslücken trotz guter Begabung, Ängste im schulischen Kontext, hohe Belastungen aufgrund der therapeutischen Arbeit) nicht möglich, in einer der Kooperationsschulen im Klassenverband kontinuierlich beschult zu werden. Stattdessen benötigen sie für begrenzte Zeit einen geschützten, kleineren Rahmen, um sich zu stabilisieren sowie wieder an ihr tatsächliches Leistungsniveau und eine weitere Beschulung in einer öffentlichen Schule herangeführt zu werden.

Gesetzliche Grundlage für unsere Schule „9xKlug“ bildet § 1 Abs. 2 des Schulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt: Benachteiligungen von Menschen (z. B. Gefahr einer seelischen Behinderung) sind auszugleichen und ihnen ist eine gleichberechtigte Teilhabe zu ermöglichen.
Die Einrichtungsbeschulung kann in jeder Phase der Betreuung angeboten werden und wird in enger Absprache mit der jeweiligen Stammschule und dem Landesschulamt durchgeführt. Bereits schon seit vielen Jahren konnten junge Menschen aus der Weißen-Villa-Harz mithilfe der engagierten Kooperationsschulen erfolgreich wieder in den regulären Schulalltag integriert werden – nun gibt es hier aber noch mehr Möglichkeiten und einen größeren Handlungsspielraum, um den Übergang in den Regelschulbetrieb bestmöglich zu gestalten.
Die jungen Menschen durchlaufen dabei vier Phasen des Beschulungsmodells.

Beschulungs-Phasenmodell

Abb. 1 Beschulungs-Phasenmodell

Die Reintegrative Einrichtungsbeschulung bietet neben Beschulungseinheiten, die sich am schulischen Leistungsstand des jungen Menschen orientieren, ein individuelles Kompetenztraining zur ganzheitlichen Förderung an. Letzteres umfasst neben einer Förderung der Sozialkompetenz auch eine motorische, kreative, handwerkliche, hauswirtschaftliche sowie berufspraktische Förderung.

Die jungen Menschen werden von eigens dafür angestellten Lehrkräften und pädagogischen Fachkräften von 8:00 – 13:00 Uhr betreut, danach greifen wieder die allgemeinen Einrichtungsstrukturen (Lern- und Hausaufgabenzeit, Nachhilfe, etc.). Ort der Beschulung ist das Schul- und Therapiezentrum in der Bahnhofstr. 28 bzw. für verschiedene Förderangebote können auch alle anderen Wohngruppen der Einrichtung genutzt werden.